Software: Weshalb es sich lohnen kann, eine WordPress Website auf dem Server zu cachen – Jetpack und WP Super Cache

Zuletzt aktualisiert am 5. März 2020 von Birk Karsten Ecke

WordPress ist aus meiner Sicht eine feine Sache: Die Inhalte einer Website werden in einer Datenbank gespeichert und sind immer konsistent. Man kann auf diese Weise einen Internetauftritt mit tausenden oder mehr Seiten aufbauen. Ganz unproblematisch, wie man anhand der offiziellen Website von Schweden oder Sony Music sehen kann. WordPress ist das mit Abstand meist genutzte Content Management System (CMS). Wenn man wie ich eine private Internetseite betreibt, kommen natürlich nicht so schnell tausende Seiten zusammen – und deren Inhalt ändert sich auch nicht so häufig. In diesem Fall lohnt es sich darüber nachzudenken, die Website auf dem Server zu cachen, auch wenn es auf den ersten Blick kontraproduktiv zu der Idee eines dynamischen CMS erscheint.

Schauen wir einmal, wie WordPress als CMS arbeitet. WordPress ist ein Sammler für alle Inhalte der Website. Beim Erstellen eines neuen Artikels werden die Inhalte in eine Datenbank geschrieben. Bilder und sonstige Dateien werden in ein Verzeichnis auf dem Server gespeichert und in der Datenbank verlinkt. Beim Aufruf eines Artikels über das Internet muss WordPress auf dem Server aus den ganzen in der Datenbank gespeicherten Texten und den verlinkten  Multimediadaten eine Website bauen. Das passiert über PHP Skripte und läuft in Echtzeit. Was dann ausgeliefert wird, ist eine HTML Datei, die der Webbrowser lesen und aufbereiten kann. Natürlich kostet das Rechenleistung und … Zeit, denn bei jedem Seitenaufruf laufen dutzende Skripte!

Bild: Das Internet gehört heute ganz selbstverständlich zu unserem Leben. Foto: Gerd Altmann/pixabay. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

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Mit dem Plugin WP Super Cache gibt es die Möglichkeit, die WordPress Website zu scannen und in einem Verzeichnis als statische HTML Seiten zu speichern. Ruft ein Besucher die Website auf, werden die statischen HTML Seiten ausgeliefert. Im Falle meiner Website www.birk-ecke.de habe ich einen „Supercache“ erstellt, der alle Inhalte im HTML Format vorhält. Sollte sich an der Website was ändern: Kein Problem, denn neuere Inhalte werden aus der Datenbank erzeugt. Der Cache wird alle 10 Stunden (einstellbar) erneuert. Für mich absolut ausreichend. Natürlich gibt es für WordPress eine große Auswahl solcher Caching Plugins. Man muss einfach mal danach suchen und ausprobieren, welches einem am besten gefällt.

Das Plugin Jetpack bietet unter anderem die Möglichkeit eines Content Delivery Network (CDN) für Bilder. Dieses Plugin ist keine schlechte Idee, denn mit dem Auslagern der Bilder auf einen externen Server entlastet man eigenen.  Jetpack speichert  eine Kopie der Bilder auf seinen Servern. Das Kopieren der Bilder geht sehr schnell. Dazu kommt, dass die Bilder entsprechend der Architektur eines CDN weltweit auf Servern vorgehalten werden. Die Originale bleiben natürlich auf dem eigenen Server im entsprechenden Verzeichnis. Die Datenbank wird nicht verändert, so dass man sich auch jederzeit wieder von Jetpack trennen kann. Es ist allerdings wichtig zu wissen, dass die kopierten Fotos auf ewig bei Jetpack verbleiben. Es wird die komplette Website gescannt. Auf Antrag werden einzelne Bilder gelöscht. Der Hersteller Automattic weist eindeutig auf diesen Umstand hin.

 

Externe Links:

AUTOMATTIC – … making the web a better place
https://automattic.com

 

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